Wandern mit Hund: Erfahrungen, Wissenswertes, Tipps & Tricks

Wie ihr beim Wandern & bei Bergtouren mit Hund sicher unterwegs seid

Wandern mit Hund, was gibt’s für Hundefans schöneres? Ganz ehrlich: ich kann mir eine Bergtour bzw. eine Wanderung ohne meine Räubertochter (ja, sie hat nen Insta Account 😀 ) nicht mehr vorstellen. Undenkbar, echt – wie langweilig ist das den? 😉 😀 Gut, diese Einstellung / Freude bei einer Wanderung mit Hund verstehen vermutlich ausnahmslos Hundeliebhaber (nein, ich sage nicht Hunde-“Besitzer”! Wir besitzen unsere Fellnasen nicht – wir teilen unser Zeit mit ihnen … die viel zu kurz ist …).

Aber darum geht’s im BERG-VAN:MAG ja – Tipps, Tricks, Hilfreiches & Wissenswertes zu Bergtouren und Wandern mit Hund – und ein paar Erfahrungen die ich in diesem Beitrag mal versuche zusammen zu fassen. Vermutlich wird euch das meiste eh bekannt oder “eh logisch” vorkommen, das ein oder andere vielleicht aber nicht? Wie auch immer: gerade Bergfex:Innen die mit ihrem Hund (in den Bergen) unterwegs sind, lernen nie aus – und schaden kann die eine oder andere Erinnerung / Neuigkeit ja auf keinen Fall, oder? Hier sind unsere Erfahrungen bzw. Tipps für ein sicheres und spaßiges Wandern mit Hund … much fun! 😉

Wandern mit Hund: auf die richtige Vorbereitung kommt es an

Info, Info und nochmal: Info! Informiert euch vor eurer Wanderung mit Hund unbedingt, ob die geplante Tour für euch und euren Hund überhaupt machbar / geeignet ist. Im Netz findet ihr ausreichend Infos zu fast jeder Bergtour / Wanderung (unter anderem natürlich hier bei uns – besonders wenn ihr im Salzkammergut eine Tour plant 😉 ) Ja eh, aber welche …

Kriterien, ob die geplante Wanderung mit Hund machbar ist

  • First of all: Sind ausreichend Wasserstellen auf dem Weg zum Gipfel-(Kreuz) bzw. eurem Ziel vorhanden? Wenn nicht: habt ihr ausreichend Wasser für euch und eure Fellnase (Thema Hitzschlag) im Rucksack? Und nein – dies gilt nicht nur an heißen Sommertagen! Auch im Winter solltet ihr frisches Wasser dabei haben – Schnee fressen mag zwar kühlend sein, für euren Hund aber nicht unbedingt empfehlenswert!
  • Befinden sich Hindernisse auf dem Weg? Hindernisse, die euch ev. sogar auf halben Weg zum Umkehren zwingen weil zb. Leitern oder Kletterpassagen (wie zb. auf den Sparber) für euch / euren Hund nicht machbar sind? Müssen Weideflächen durchquert werden – wenn ja: habt ihr / euer Hund Erfahrungen damit? Wenn nicht: führen alternative Routen zu eurem Ziel? Tipp: eine gute App – die ich seit Jahren zur Planung verwende – findet ihr bei Komoot (hier geht’s zu meinem Profil – ein Abo wäre natürlich cool 😉 ).
  • Checkt unbedingt die bevorstehende Wegstrecke, Bedingungen (Wetter, Steilheit etc.) und nicht zuletzt die zu meisternden Höhenmeter! Traut ihr euch und eurem vierbeinigen Liebling die Tour zu? Auch sind nicht alle Wege für Hunde geeignet, nämlich dann, wenn sich euer Hund zb. auf steilen und engen Pfaden unwohl fühlt. Wo wir wieder beim Thema Bergerfahrung wären …
  • Habt ihr die für eure geplante Tour benötigte Ausrüstung (für euch ebenso wie für euren Hund / eure Hunde)? Mit lockeren Turnschuhen eine Runde um den See? Kein Thema – in den Bergen kann dies lebensgefährlich werden (sollte klar sein, oder?). Also: checkt, ob ihr für eure Wanderung gerüstet seid!

Packliste für
Tages- Bergtouren & Wanderungen (mit Hund)

Ausrüstung für euren Rucksack mit denen wir bisher sehr gute Erfahrungen gemacht haben.

Nach der Vorbereitung ist vor der Anreise

Dann los: Eure lang ersehnte Wanderung rückt näher. Entspannte Touren entlang funkelnder (Berg)-Seen, die Vorfreude auf Bergtouren, die ihr zusammen unternehmen werdet (darauf vorbereitet seid ihr ja?).

Der Urlaub / die Tour / Wanderung ist gut geplant, der Rucksack steht bereit, dann kanns los gehen. Vergesst bei aller Vorfreude dennoch nicht, ein paar wichtige (Sicherheit)-Grundsätze zum Thema Anreise nicht. Sicher ist sicher – das gilt auch bei eurer Anreise. Nachfolgend ein paar Tipps solltet ihr mit den Öffis anreisen – mehr zum Thema Reisen mit Hund findet ihr in diesem Beitrag).

Reisen mit Hund: Tipps für eine problemlose und sichere Reise mit Hund

Anreise mit Bahn, Bus, Schiff & Flugzeug: Checkliste zu Reisen in „Öffis“

  • In allen öffentlichen Verkehrsmittel verpflichtend: Vergiss nicht, einen Maulkorb mit zunehmen (diese Pflicht gilt ebenso in Seilbahnen, Zahnradbahnen etc.).
  • Wenn du mit Öffis verreist: Power deinen Hund vor Abfahrt aus und packe seine Lieblingsdecke und / oder sein Lieblingsspielzeug ein. Leckerlis schaden nie, um Hunde zu beruhigen.
  • Thema Leckerlis bei Zugreisen: Vergiss nicht auf Verpflegung. Nicht in jedem Land darf dein Hund in den Speisewagen – und wenn du ihn nicht alleine lassen willst / kannst, solange du diesen aufsuchst, benötigst auch du Reiseproviant.
  • Lange Zugfahrten mit dem Hund solltet ihr in die Nacht verlegen. Reserviert ein Schlafwagenabteil oder wenn nötig ein eigenes Abteil – so kommt ihr beide eher zur Ruhe, als wenn weitere Gäste im Zugabteil sind – und die Reise vergeht im Schlaf.
  • Thema Hund und Schiffe: Bei einfachen Überfahrten – also auf Fähren (die auch in „Bergländern“ eingesetzt werden) – gibt’s kaum erwähnenswerte Einschränkungen. Vierbeiner dürfen sowohl an Deck, meist auch in die Kabine.
  • Wie oben angemerkt, läuft bei Ausflugsschiffen ohne Leine und Maulkorb nichts. Auf Kreuzfahrtschiffen sind Hunde verboten! Zu Segeltörns und für Hausboote gibt’s keine Tipps von mir – in so einem Fall wird sich jeder Hundebesitzer seinen Urlaub auf dem Boot vermutlich selbst organisieren.

Reisen mit Hund: Tipps &
Checklisten

Los geht’s: worauf speziell bei Hunden zu achten ist

Gleich vorweg: ihr kennt eure Fellnase besser als jeder andere – darum MÜSST ihr wissen, was und wieviel ihr eurem Hund zumuten könnt. Wie weit kann er gehen, sprich: ist der Hund gut in Form (gute Kondition)? Längere Anstiege gewohnt? Kletter- und / oder “Kraxel”-Fähig? Auf jeden Fall gilt: Langsam beginnen! Traut eurem Hund (und euch) nicht zu viel auf einmal zu.

Hund ohne Leine laufen lassen

Steigert euch von Wanderung zu Wanderung, von Tour zu Tour. Nur weil euer Hund die tägliche Gassi-Runde perfekt und spielerisch schafft, bedeutet das nicht, dass er auch im bergigen Gelände ebenso spielerisch zurecht kommt.

Wenn die ersten Bergtouren gut geklappt haben, könnt ihr die Schwierigkeit langsam steigern (Tipp: Die Berg-Van:Schwierigkeitsskala könnt ihr als Anhaltspunkt nehmen). WICHTIG: Immer auf Signale achten, ab wann es deinem Haustier zu anstrengend wird.

Ganz wichtig: gehorcht euch euer Hund bzw. eure Fellnasen? Ein Wandern mit Hund – egal ob im Flachland oder im Gebirge – macht deutlich mehr Spaß wenn zumindest die wichtigsten Kommandos klappen, sprich: Thema Leine und Leinenfreiheit. Ganz besonders wichtig wenn ihr auf Weidevieh trefft.

Detaillierte Infos dazu mit Klick auf nachfolgenden Teaser …

Wie du deinen Hund ohne Leine sicher laufen lassen kannst, oder:

Warum es (bei Bergtouren & Wanderungen in den Bergen) wichtig ist das dir dein Hund gehorcht – mit & ohne Leine! Und: Tipps wie ihr das hinkriegt …

Last but not Least: Erste Hilfe am Hund

Abschließend noch ein ganz ganz wichtiger Hinweis: bei aller Liebe und noch so guter Vorbereitung – leider schläft der (Verletzungs)-Teufel auch und besonders im Gebirge nicht. Der mützt auch bei einem lockeren Wandern mit Hund nicht wirklich … Also: was immer – wirklich immer – dabei sein sollte (ja, muss!) ist neben einem erste Hilfe Set (hier eine Auswahl bei Amazon*) für euch ein solches für euren Vierbeiner – nachfolgend eine Checkliste was darin enthalten sein muss.

Checkliste: Was in eurer Hunde-Apotheke nicht fehlen sollte

  • Notfallapotheke (Verbandsmaterial, Zeckenzange, Pinzette, Pflaster, Desinfektionsmittel, Wundsalbe). Ich empfehle diese sehr gute Seite zu allen Themen rund um die erste Hilfe beim Hund
  • Wenn die Pfote verletzt ist (zb. bei scharfkantigem Gestein): Hundeschuhe. Bei Verstauchungen kann auch ein kühlendes und schmerzlinderndes Gel nicht schaden
  • Mullbinden und sterile Mulltupfer, Verbandsschere sowie Desinfektionsmittel. Das Zeug sollte sowieso für den “Eigengebrauch” im Rucksack sein. Bald Online: Packliste Rucksack für Bergtour mit Hund)
  • Bei Anzeichen einer Vergiftung / starkem Durchfall kann ein schnelles Verabreichen von Aktivkohle die Wirkung der Giftstoffe mindern (als Kohle-Tabletten oder Pulver). Einige Pflanzen der Berge sind auch für deinen Hund gefährlich, zb: Tollkirsche, Bilsenkraut, Maiglöckchen uvm. Eine Zusammenfassung findest du zb. hier: outdoorpashionists.com.

Auf alle Fälle: Bring deinen Vierbeiner schnellstmöglich zum Tierarzt!

  • Wenn du Giftstoffe findest / dir bei Pflanzen etc. nicht sicher bist: Gummi- bzw. Latexhandschuhe um “Beweismittel” einzusammeln sollten in deiner Notfallapotheke dabei sein (was sie auch in jedem vernünftigen Notfall Set sind)
  • Halsband oder Geschirr + Leine (ich bin ein Verfechter des: Wenn schon Leine am Berg, dann eine kurze 😉 )
  • Und – wie ich nicht oft genug schreiben kann – ausreichend Wasser! (Hierzu wird es ua. einen eignen Beitrag hier im BERG-VAN:MAG geben)

So – fürs erste mal das Wichtigste als Zusammenfassung …

… zumindest fällt mir spontan nichts mehr ein – allerdings ist dies nicht der erste Beitrag zum Thema 😉 – mehr gibt’s eh bei fast allen Beiträgen “Häppchenweise” 🙂 Für eine grobe Zusammenfassung reicht dieser Beitrag mal, oder? Wenn ihr weitere Tipps habt – bitte, gerne hier in das Gipfelbuch (Kommentare 😉 ) rein! Jeder Tipp hilft vielen anderen Hundefreunden! Also dann: bis zur nächsten Tour und wie immer: Bleibt’s auf’m Weg!


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About Author /

BERG-VAN:Christian. Ich bin mit meinem Hund (Ronja Räubertochter, Maltipoo) in den Bergen unterwegs um für das BERG-VAN:MAG Bergtouren mit Hund, Wanderwege mit Hund und hundefreundliche Unterkünfte zu testen. Weiters testen wir Ausrüstung für Hund und Bergfexin / Bergfex auf Tauglichkeit und Sicherheit in den Bergen.

Schreib deine Erfahrungen, Fragen, Tipps etc. hier ins Gipfelbuch und hilf damit anderen Bergfex:innen

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