Lidaun Wanderung mit Hund: Von Schlangen und Bären

Ganz ehrlich: Als wir diese Lidaun Wanderung mit Hund noch „nicht“ geplant hatten, sah der Übersichtsplan da unten noch ziemlich … trist aus:

Die Fuschlseeregion – so schön sie für Bergtouren und Wanderungen mit Hund auch ist – wies noch ziemlich viele „blaue Flecken“ (noch nicht getestete Berge) auf.

Ja. Bloß … irgendwie fehlte mir die Motivation zu einer größeren Tour (ja, auch solche Tage gibt’s, wenn auch sehr sehr selten 😉 ) und dann doch wieder:

Wir müssen raus, na echt. Der fetzblaue Himmel da draußen vor dem Fenster, Sonnenstrahlen die das Zimmer fluteten … Was soll’s: Eine kleine „Gassirunde am Berg“ ist auf alle Fälle drin, und da ich gerade an Grafiken zur Fuschlsee-Region (Teilregion Salzkammergut) arbeitet, was lag näher als ein Trip zum nahen Fuschlsee? 😀

Lidaun Wanderung: Von Schlangen und Bären

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Lidaun Wanderung von Baderluck

Wir also rein in unsere Karre und ab ging die Post vom Mondsee rüber zum Fuschlsee, rein nach Baderluck (Gemeinde Hof bei Salzburg) und zack – raus aus dem Wagen und schon waren wir unterwegs in Richtung Gipfelkreuz Lidaunberg. Was ich zu diesem Zeitpunkt natürlich nicht wusste … aber nun unser Fuschlsee wandern von Anfang an 😉

Was an der Darstellung gut zu erkennen sein sollte: Aus der geplanten „Gassi-Runde“ wurde schnell ein etwas … ahmmm … ausgedehnte Lidaun Wanderung mit Hund 😎 Ist mir nicht zum ersten Mal passiert – was daran liegt, das solche „Runden“ auch der Räubertochter (meinem Berghund) sichtlich Vergnügen bereiten.

Sowas von ansteckend wenn der Hund ständig vor und zurück, hin und her und rauf und runter düst 🙂

Los ging die Wanderung nahe dem Fuschlsee also von einem Parkplatz in „Baderluck“ (Ortsteil? Laut Wikipedia: Baderluck ist eine Rotte der Gemeinde Hof bei Salzburg im Bundesland Salzburg .. aha 😉 ).

Mich hat die Lage erst ein wenig verwirrt, da sich die Stellplätze direkt in einer Siedlung befinden – was aber völlig okay ist: Kein Parkverbot, keine Gebühren – also alles cool 😎 (Details siehe unten bei den Anreise-Infos zum Lidaun).

Diese Tour als GPX Daten via Komoot

Wetter und Bedingungen an dem Tag: Wie bereits oben erwähnt, deshalb kurz: Traumtagerl am Fuschlsee 🙂

Jetzt aber: Lidaun Wanderung mit Hund

Das erste Stück hoch zum „Lidaun“ (den vollen Namen des Berges – Lidaunberg – sagt hier niemand) führt durch die oben erwähnte Siedlung, von dort rein in einen Wald, noch schneller – nach einer ersten einfachen Steigung – wieder raus und durch eine saftige, hohe Wiese (in der es sich die Räubertochter nicht nehmen lies, erste Zecken zu fangen 🙂

Die Zupferei am Abend wird wieder toll 😉 …). Wenn ihr Tipps zu – oder besser: gegen Zecken bei Hunden habt – rein ins Gipfelbuch damit!

Nach den Zecken die Schlangen = kurz vor dem Bären

Tierisch ging unser fröhliches (vom Fuschlsee) wandern weiter: wieder rein in den Wald – genauer: einen geschotterten Wald und Forstweg entlang. Mal in der Sonne, mal im Schatten, mal über Schotter, dann wieder an Schlangen vorbei 😀

Leider schaffte ich nur diese Kleine hier (in dem Filmchen da unten) zu filmen. Neben dieser kann man auf der Wanderung auch die eine oder andere Größere antreffen. Und noch cooler: einen flitzenden Fuchs, Rehe, Vögel und … was ich sagen will:

Schlangen am Weg …

Selten einen Weg erlebt, an dem sich zu beiden Seiten so viel rührt … also sehr geil! 😀 Zugegeben, ein echt kleines Exemplar einer Blindschleiche? Ich bin in Sachen Schlangen alles andere als ein Experte. Aber wenn’s eine Blindschleiche war, dann war’s auch keine Schlange 😀

… trotz Namen und Aussehen weder blind noch Schlangen … Nämlich: eine beinlose Echse

Quelle: Naturschutzbund

Womit mein Bildungsauftrag in diesem Beitrag auch erledigt wäre 😀 (Sollte diese Info überhaupt richtig sein 😀 )

Verwirrt am Weg …

Lag’s an den Viechern rund um uns rum (sicher an der Schlange 😀 ), an dem traumhaften Wetter, das mich in einen „Wanderflow“ versinken lies, oder an der Einfachheit des Weges, wie auch immer: Diese Wanderung lädt dazu ein, einfach der Nase nach den Wegen zu folgen.

Auf Höhe Hirschbergkopf (1073m ü. A) waren sie dann aus – die Wegweiser 😉 Blick auf meine Wanderapp (ihr findet mich auch auf Komoot): Ahhh – hier muss ein Gipfel oder sowas sein – cool. Nix wie hin. Oder auch nicht 😀 Hatte einfach keine Lust durch den Wald zu kraxeln, wo wir doch nur eine Gassi-Runde …

Nach tierisch einfachen 2 Stunden: Ziel Lidaun erreicht

Eine Gassi-Runde mit einem kurzen, etwas steileren Anstieg vor dem Gipfel. Ein Waldabschnitt, der so etwas ähnliches wie ein Bergtourfeeling aufkommen ließ, jedoch zu kurz um dementsprechend ins schwitzen zu kommen.

Vermutlich würden sich abseits des Weges, weiter im Wald ein zwei kleinere Quellen finden – für die Suche nach diesen fehlte uns ganz einfach die Motivation, weil: Wieso suchen wenn ausreichend Wasser im Rucksack?

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Dieses absolut geile Panorama wurde nicht am Gipfelkreuz vom Lidaunberg aufgenommen – vielmehr ein paar Höhenmeter weiter unten, an einer kleinen Kante bei diesem Hammer massigen Jagdsitz (korrekte Bezeichnung: Ansitzeinrichtung, auch kurz Ansitz – womit schon wieder ein Bildungsauftrag … 😉 ).

Ein Top-Platzerl, um eine kleine Rast einzulegen. Sicht zum Hintersee, den Wiestalstausee, die Berge der Osterhorngruppe samt Wieserhörndl und Spielberg, Ochsenberg und Eibleck … und und und weiiiiit ins Salzkammergut, die Fuschlseeregion … Einfach 😎

Und was ist jetzt mit den Bären am Weg?

Nach unserer Weit-seeing Rast ging’s dann die letzten Meter hoch zum eigentlichen Gipfelkreuz (Auf dem Titelfoto dieses Beitrags zu sehen). Auch dieser Abschnitt birgt keinerlei Risiken und kann gänzlich ungesichert bewältigt werden 😉

Was jetzt den Bären anbelangt. Den haben wir nicht erfunden – den gab’s wohl wirklich mal hier oben. Zeugnis von dessen Existenz findet sich heute in Form einer Bärenhöhle – dem „Glücksort Bärenhöhle“ – wie er in Wanderkarten etc. bezeichnet wird.

Natürlich mussten wir hin und einen Blick reinwerfen. Ronja die Räubertochter düste unerschrocken vor – und erschrocken wieder raus, wie am Video gut zu sehen ist

(Ich empfehle den Ton etwas lauter zu drehen: So wird der Grund deutlich, weshalb sie so erschrocken ist 😀 ). Auflösung falls nicht zu hören: In dieser Höhle wurden Lautsprecher montiert die mittels Bewegungsmelder ein „Bärengeräusch – knurren, brüllen“ aktivieren. Und echt: Mich hat’s auch grissen (erschreckt) 😀

Fazit der Wanderung mit Hund zum Lidaun

Wo’s mich auch grissen hat: Wieder zuhause, der Blick auf die Wanderkarte – die den Lidaun als immerhin 1237m hohen Gipfel deklariert 😮 Nicht schlecht für eine „bissl am Fuschlsee wandern – Gassi-Runde“ 🙂 Will sagen: Wer eine gemütliche Bergwanderung mit oder ohne Hund erleben will und als Zugabe ein Gipfelkreuz fürs Erinnerungsfoto sucht:

Diese Wanderung in der Fuschlseeregion ist wie geschaffen dafür: Konditionell wie technisch keine große Herausforderung (auch für Kinder und weniger geübte) und: Das Gipfelkreuz muss ja nicht sein.

Selbst wenn man zuvor umdreht: Diese Wanderung bietet immer wieder herrliche Aussichten und ein top Naturerlebnis. Trotzdem: Ausreichend Wasser (sollte immer dabei sein) und etwas zur Stärkung im kleinen Rucksack schadet nicht.

Ich freue mich auf euch bei unsrer nächsten Wanderung / Bergtour mit Hund und bis dahin wie immer: Bleibt’s auf’m Weg 😉

Weiterführendes Wissen, Empfehlungen und Tipps

Unsere Bergtouren, Bergwanderungen und Wanderungen in der Fuschlseeregion (Beiträge im MAG)

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About Author /

BERG-VAN:Christian. Ich bin mit meinem Hund (Ronja Räubertochter, Maltipoo) unterwegs um Bergtouren und Wanderungen mit Hund zu testen. Weiters teste ich / testen wir (auch Ronja testet) Ausrüstung für Hund und Bergfex:Innen auf Tauglichkeit und Sicherheit in den Bergen.

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