Katzenstein mit Hund: Wie ihr mit Hund via Laudachsee und ein wenig kraxeln zum Gipfel kommt

Servus aus dem Salzkammergut zu einer Wanderung auf den Katzenstein mit Hund.

Vorsatz: Irgendwo im Traunsee-Almtal zu wandern. Zweitens: Artikel für Berg-Van schreiben.

Blick aus dem Fenster: Kaum Wolken über blauen Himmel, warmes Lüfterl und die Sonne und ich blinzelten uns gegenseitig zu. Die Räubertochter wedelte wie irre, was so viel bedeutet wie: Na komm schon ey. Bergtagerl.

Na? Na? Recht hat sie: Der ideale Tag für eine Bergtour …

Aber der Artikel, ich sollte doch … na ja, zwinkerte die Sonne, ohne Bergtour oder wenigstens eine Wanderung gibt’s nichts zu schreiben … zumal meine ToDo-Liste fürs Traunsee-Almtal nicht kürzer wird.

Ach was soll’s: den Rucksack gepackt, und schon kurvten wir in Richtung Gmunden. Ziel: das Gipfelkreuz am Katzenstein

Katzenstein mit Hund: Wandern, Kraxeln, Klettern & ein traumhaftes Panorama

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Unsere Touren in der Region: Traunsee-Almtal

Infos zum Katzenstein bzw. der Region

Der Katzenstein ist ein 1.349 Meter hoher Berg in den Oberösterreichischen Voralpen (Salzkammergut in Österreich). Er ist ein beliebtes Ziel für Wanderer und Bergsteiger und bietet eine atemberaubende Aussicht auf die umliegenden Berge und Seen (allen voran den Traunstein und den Traunsee).

Der Gipfel des Katzensteins ist über einen gut markierten Wanderweg erreichbar und es gibt auch anspruchsvollere Routen für erfahrene Bergfex:Innen und ebenso erfahrenen Hunden. Die Region um den Katzenstein bietet auch eine Vielzahl von weiteren Wanderwegen, Seen und Naturschönheiten.

… am „Kranichsteg“ rechts rein …

… die Laudach entlang, schon standen wir „in der Klamm“. Na, wenn wir schon mal da sind …

An diesem prächtigen Mai-Tagerl – an einem Wochentag – fand sich noch eine letzte Parklücke am Waldrand …

Ein gemütliches Traunsee wandern Richtung Laudachsee

Erstmal den geschotterten Forstweg entlang Richtung Laudachsee.

Die sanfte Steigung sollte für niemanden ein Problem darstellen, recht nicht für Hunde.

Was mich wunderte: Trotz der doch vielen Autos am Ausgangspunkt waren wir alleine unterwegs. Nicht ein Mountainbiker, keine anderen Wanderer, niemand. Ein kurzer Blick auf meine Wanderapp (ihr könnt mir gerne auf Komoot folgen 😉 ) … Nein. Der Weg stimmt. Trotz ungeschriebener Beiträge und dank stiller werdenden Gewissen …

Diese Tour als GPX Daten via Komoot

Wetter und Bedingungen an dem Tag: Angenehme Temperatur (knapp um die 20 Grad – gefühlter Frühling) und die Sonne verdampfte (noch) die letzten Wolkenfetzen. Kurz: ein glasklarer und fetzblauer Himmel über den oberösterreichischen Voralpen. Perrrr-fekt!

Mal so unter uns: Wenn wir unterwegs sind, dann lasse ich Ronja (die Räubertochter 😉 ) sobald es die Gegebenheiten erlauben, von der Leine.

Das funktioniert, weil ich mir sicher bin, dass sie auf Kommando bei mir ist – sie erkennt am Tonfall und Körperhaltung, ob sie sofort reagieren muss oder ob sie sich … ahm … ein wenig Zeit lassen kann – ich denke, das kennt jeder Hundebesitzer …

Zudem ist sie mittlerweile eine erfahrene Bergfex’n, die gut abschätzen kann, wohin sie gehen, und wie weit sie sich von mir wegschnüffeln darf.

Wie du deinen Hund ohne Leine (in den Bergen) laufen lassen kannst

Sobald der Weg zu gefährlich wird, nehme ich sie an die Leine, etwa bei Gratwanderungen oder nahe an Abgründen und Ähnliches. Ebenso wenn sich (Jung)-Wild in der Nähe befindet etc.

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Rastplatz am Laudachsee

Gänzlich abgrundfrei und völlig gefahrlos näherten wir uns dem Laudachsee, den wir nach einer ganz gemütlichen, mühelosen – weil nicht wirklich steilen – Wanderung erreichten (nach etwa einer Stunde?). Ein traumhaftes „Platzerl in traumhafter Lage (diese Stimmung kommt auf Filmen einfach nicht rüber).

Und weiter ging unsere chillige Bergwanderung

Richtung Katzenstein mit Hund

Nachteil an solchen leicht erreichbaren Traumplatzerl’n: Sie sind alles andere als ein „Geheimtipp“. Hier waren sie also, all die Autobesitzer 🙂 Endpunkt einfacher und wunderschöner Spaziergänge – was gut zu verstehen ist. Einfach gesagt: Nichts für uns.

Welche Touren ich veröffentliche … und welche nicht: Hier als Beitrag im MAG, und hier ein Statement von mir auf YouTube

Nach einer kurzen Rast am Seeufer ging’s endlich los – die „echte“ Bergtour. Und zwar erheblich anstrengender als ich erwartet hatte … sich über eine Tour zu informieren oder diese tatsächlich zu erleben ist doch etwas ganz anderes.

Eine Bergtour ist immer ein subjektives Erlebnis – was für den einen schwer zu bewältigen und eine konditionelle Herausforderung darstellt, ist für andere eine einfache Tour.

Auch deswegen sollten unsere Beiträge nie als Gratmesser gesehen werden – uns geht es darum, ob das Ziel der Tour mit Hund sicher erreichbar ist – oder eben nicht!

Wenn aus dem Wandern eine Bergtour wird, weil:

Steiler als erwartet und kleinere Hindernisse beim Aufstieg

Gleich vorweg: Was in dem Video nicht rüberkommt, ist die Steilheit des Aufstiegs an manchen Stellen.

Wie gesagt: Die Räubertochter hat Bergerfahrung und ist eine gute Kraxlerin (selten das ich ihr bei Kletterpassagen helfen muss – sie findet immer einen Weg), aber beim Aufstieg zum Katzenstein stellten sich ihr einige Abschnitte in den Weg, bei denen ich sie hochheben musste.

Am Film gut zu erkennen: Der Aufstieg ist gut gesichert und an einigen Stellen mit Tritthilfen versehen (vielleicht am „kullernden Geröll“ zu erkennen wie Steil es hier ist …). Selbst solche Abschnitte sind für Ronja kein Problem …

… können aber für wenige geübte (oder bereits ältere) Hunde durchaus ein Hindernis darstellen.

PS: ein Hinweis: die Räubertochter sieht in dem Video ein bisschen Erschöpft aus – keine Sorge, das ist sie nicht: sie drehte zuvor im Laudachsee ein paar Runden 😉 , sprich: ihr Fell ist ein wenig nass – und für die ersten wärmeren Tage des Jahres bereits zu lang 😉 Sie hatte keine Probleme bei dieser Tour – und ein wenig anstrengend darfs ja auch für Hunde sein 🙂

Hündisches Workout: Wie viel Anstrengung verträgt dein Vierbeiner?

Belohnung der Kraxlerei zum Katzenstein mit Hund:

Das Hammer Panorama auf den Traunsee, dem Traunstein …

… vom Gipfelkreuz des Katzensteins auf 1349 m Seehöhe auf einem exponierten Punkt: Stolpern sollte man hier nicht und auch bei Selfies ist Vorsicht geboten 😉 Die Felswände fallen hier steil ab! Die Fernsicht war an dem Tag einfach geil – den Traunstein vor unseren Nasen und freie Sicht auf den Traunsee, die Bergwelt ringsum und weit ins Land.

Beim Abstieg vorbei am Katzensteinfenster – logisch 🙂

Na ja, natürlich sind wir auch beim Aufstieg an dem bei jeder Wanderung (mit Hund oder ohne) vielfach fotografierten Katzenstein-Fenster vorbei … jedoch war der Drang zum Gipfel stärker, deswegen genossen wir die Sicht durch das Fels-„Fenster“ auf den Laudachsee erst beim Abstieg so richtig 😉

Dann aber wirklich los: Zum Abstieg gibt’s nicht viel zu sagen: Ronja flitzte voraus, sprang über Stock und Stein, kletterte die Felsen abwärts und schlabberte ab und an einer der ausreichenden Wasserstellen (im Frühling: Im Sommer empfehle ich dringend ausreichend Wasser mitzunehmen …).

Wie du einen Hitzschlag bei deinem Hund erkennst, vermeidest und helfen kannst

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Wie gesagt: Kein Thema. Nur an zwei drei Stellen benötigte sie ein wenig Unterstützung beim Kraxeln (bei diesem Abstieg geht’s nicht nur bergab – an manchen Stellen wie etwa der „Gamsluckn“ muss beim Rückweg hochgeklettert werden).

Kurzes Fazit zum Traunsee wandern auf den Katzenstein

Je weiter wir nach unten kamen, umso mehr meldete sich mein Gewissen zurück – allerdings hatte dies keine Chance mehr gegen diese Bergtour: Zu traumhaft, zu viele wunderbare Impressionen, wieder eine Tour mehr über die ich berichten kann und ein weiteres Häkchen unter meiner ToDo-Liste für diese Region 😉

Schnell zusammengefasst: Eine Bergwanderung die für jeden (fitten und gesunden) Hund machbar ist, wobei ab und an geholfen werden sollte / könnte (die Kraft, den eigenen Hund etwa ein- bis zwei Meter auf eine Felskante zu heben wenn nötig, muss vorhanden sein).

So, das wars dann für dieses mal. Wenn ihr Erfahrungen zu dieser Bergtour zum Katzenstein mit Hund habt, dann rein ins Gipfelbuch damit. Dann bis zur nächsten Tour, und wie immer: bleibt’s auf’m Weg!

Weiterführendes Wissen, Erfahrungen und Tipps

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About Author /

BERG-VAN:Christian. Ich bin mit meinem Hund (Ronja Räubertochter, Maltipoo) unterwegs um Bergtouren und Wanderungen mit Hund zu testen. Weiters teste ich / testen wir (auch Ronja testet) Ausrüstung für Hund und Bergfex:Innen auf Tauglichkeit und Sicherheit in den Bergen.

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