Traunsee wandern: Kraxeln, Klettern & ein traumhaftes Panorama

Wandern nahe dem Traunsee mit Hund auf den Katzenstein

Vorsatz: Traunsee wandern. Zweitens: Artikel für Berg-Van schreiben. Blick aus dem Fenster: Kaum Wolken über blauen Himmel, warmes Lüfterl und die Sonne und ich blinzelten uns gegenseitig zu. Die Räubertochter wedelte wie irre, was so viel bedeutet wie: Na komm schon ey. Bergtagerl. Na? Na? Recht hat sie: Der ideale Tag für eine Bergtour …

Aber der Artikel, ich sollte doch … na ja, zwinkerte die Sonne, ohne Bergtour oder wenigstens eine Wandrung gibt’s nichts zu schreiben … zumal meine ToDo-Liste fürs Traunsee-Almtal nicht kürzer wird. Ach was soll’s: den kleinen Rucksack gepackt, und schon kurvten wir in Richtung Gmunden. Ziel: Traunsee wandern mit Gipfelkreuz Katzenstein 🙂

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Übersichtsplan Region: Traunsee-Almtal

Traunsee-Almtal im Salzkammergut mit Hund, Bergtouren und Wanderungen, Plan der Region

Genauer: Richtung St. Konrad, ein kleines Örtchen zwischen Artikel schreiben oder Bergtour mit Hund … zwischen Traunsee und Almtal am Oberlauf der Laudach (Details zum Ausgangspunkt im “Anreise” Tab am Ende des Beitrags). Trotz Navi zweimal falsch abgebogen, weil, na, du weißt schon das sich die Arbeit am BERG-VAN: MAG nicht von alleine? Und die Kohle für die Anreise ist eigentlich nicht drin, und dann noch knappe drei Stunden unterwegs und …

… am “Kranichsteg” rechts rein …

… die Laudach entlang, schon standen wir “in der Klamm”. Na, wenn wir schon mal da sind … An diesem prächtigen Mai-Tagerl – an einem Wochentag – fand sich noch eine letzte Parklücke am Waldrand. Gut. Bin ich nicht der Einzige der Arbeit, auch andere hatten vor, nahe dem Traunsee wandern …

Warum soll nur ich ein schlechtes Gewissen, oder was sagst du dazu? Die Räubertochter sagte gar nichts dazu, sprang erwartungsvoll aus der Karre und ab ging’s. Recht hat sie …

Ein gemütliches Traunsee wandern Richtung Laudachsee

Erstmal den geschotterten Forstweg entlang Richtung Laudachsee. Die sanfte Steigung sollte für niemanden ein Problem darstellen, recht nicht für Hunde. Was mich wunderte: Trotz der doch vielen Autos am Ausgangspunkt waren wir alleine unterwegs.

Nicht ein Mountainbiker, keine anderen Wanderer, niemand. Ein kurzer Blick auf meine Wanderapp (ihr könnt mir gerne auf Komoot folgen 😉 ) … Nein. Der Weg stimmt. Trotz ungeschriebener Beiträge und dank stiller werdenden Gewissen …

Wetter und Bedingungen an dem Tag: Angenehme Temperatur (knapp um die 20 Grad – gefühlter Frühling) und die Sonne verdampfte (noch) die letzten Wolkenfetzen. Kurz: ein glasklarer und fetzblauer Himmel über den oberösterreichischen Voralpen. Perrrr-fekt!


Mal so unter uns: Wenn wir unterwegs sind, dann lasse ich Ronja (die Räubertochter 😉 ) sobald es die Gegebenheiten erlauben, von der Leine. Das funktioniert, weil ich mir sicher bin, dass sie auf Kommando bei mir ist (zumindest bei gewissen, “scharfen” Kommandos 😉 – sie erkennt am Tonfall und Körperhaltung, ob sie sofort reagieren muss oder ob sie sich … ahm … ein wenig Zeit lassen kann – ich denke, das kennt jeder Hundebesitzer …). Zudem ist sie mittlerweile eine erfahrene Bergfex’n, die gut abschätzen kann, wohin sie gehen, und wie weit sie sich von mir wegschnüffeln darf.

Sobald der Weg zu gefährlich wird, nehme ich sie an die Leine, etwa bei Gratwanderungen oder nahe an Abgründen und Ähnliches. Ebenso wenn sich (Jung)-Wild in der Nähe befindet etc.

Rastplatz am Laudachsee

Gänzlich abgrundfrei und völlig gefahrlos näherten wir uns dem Laudachsee, den wir nach einer ganz gemütlichen, mühelosen – weil nicht wirklich steilen – Wanderung erreichten (nach etwa einer Stunde? Keine Ahnung: Die Stille, die Bergwelt ringsum und die herrliche Luft lassen mich mit Zeit und Raum verschmelzen – das liebe ich bei Bergwanderungen …). Ein traumhaftes “Platzerl in traumhafter Lage (diese Stimmung kommt auf Filmen einfach nicht rüber).

Und weiter ging unser chilliges Traunsee wandern …

Nachteil an solchen leicht erreichbaren Traumplatzerl’n: Sie sind alles andere als ein “Geheimtipp”. Hier waren sie also, all die Autobesitzer 🙂 Endpunkt einfacher und wunderschöner Spaziergänge – was gut zu verstehen ist.

Einfach gesagt: Nichts für uns. Nach einer kurzen Rast am Seeufer ging’s endlich los – die “echte” Bergtour. Und zwar erheblich anstrengender als ich erwartet hatte … sich über eine Tour zu informieren oder diese tatsächlich zu erleben ist doch etwas ganz anderes.

Eine Bergtour ist immer ein subjektives Erlebnis – was für den einen schwer zu bewältigen und eine konditionelle Herausforderung darstellt, ist für andere eine einfache Tour.

Auch deswegen sollten unsere Beiträge nie als Gratmesser gesehen werden – uns geht es darum, ob das Ziel der Tour mit Hund sicher erreichbar ist – oder eben nicht!

Wenn aus nem Wandern eine Bergtour wird, weil:

Steiler als erwartet und kleinere Hindernisse beim Aufstieg

Gleich vorweg: Was in dem Video nicht rüberkommt, ist die Steilheit des Aufstiegs an manchen Stellen.

Wie gesagt: Die Räubertochter hat Bergerfahrung und ist eine gute Kraxlerin (selten das ich ihr bei Kletterpassagen helfen muss – sie findet immer einen Weg), aber beim Aufstieg zum Katzenstein stellten sich ihr einige Abschnitte in den Weg, bei denen ich sie hochheben musste. Ihre “Größe” spielt dabei keine Rolle: An diesen Abschnitten gibt es keinen Weg “drum herum” – dem Hund muss hier geholfen werden – entweder auf den Fels heben oder beim Hochklettern unterstützen.

Was die Stufen anbelangt: Diese sind für jeden Hund einfach zu bewältigen – und wenn nicht, dann führt eine “Passage” seitlich vorbei.

Am Film gut zu erkennen: Der Aufstieg ist gut gesichert und an einigen Stellen mit Tritthilfen versehen (vielleicht am “kullernden Geröll” zu erkennen wie Steil es hier ist …). Selbst solche Abschnitte sind für Ronja kein Problem – können aber für wenige geübte (oder bereits ältere) Hunde ein Hindernis darstellen.

Ziel und Belohnung jeder Bergtour: Das Panorama …

… vom Gipfelkreuz des Katzensteins auf 1349 m Seehöhe auf einem exponierten Punkt: Stolpern sollte man hier nicht und auch bei Selfies ist Vorsicht geboten 😉 Die Felswände fallen hier steil ab! Die Fernsicht war an dem Tag einfach geil – den Traunstein vor unseren Nasen und freie Sicht auf den Traunsee, die Bergwelt ringsum und weit ins Land.

Beim Abstieg vorbei am Katzensteinfenster – logisch 🙂

Bekannte Katzensteinfenster Richtung Katzenstein

Na ja, natürlich sind wir auch beim Aufstieg an dem bei jeder Wanderung (mit Hund oder ohne) vielfach fotografierten Katzenstein-Fenster vorbei … jedoch war der Drang zum Gipfel stärker, deswegen genossen wir die Sicht durch das Fels-“Fenster” auf den Laudachsee erst beim Abstieg so richtig 😉

Dann aber wirklich los: Zum Abstieg gibt’s nicht viel zu sagen: Ronja flitzte voraus, sprang über Stock und Stein, kletterte die Felsen abwärts und schlabberte ab und an einer der ausreichenden Wasserstellen (im Frühling: Im Sommer empfehle ich dringend ausreichend Wasser mitzunehmen …).

Wie gesagt: Kein Thema. Nur an zwei drei Stellen benötigte sie ein wenig Unterstützung beim Kraxeln (bei diesem Abstieg geht’s nicht nur bergab – an manchen Stellen wie etwa der “Gamsluckn” muss beim Rückweg hochgeklettert werden).

Kurzes Fazit zum Traunsee wandern auf den Katzenstein

Je weiter wir nach unten kamen, umso mehr meldete sich mein Gewissen zurück – allerdings hatte dies keine Chance mehr gegen diese Bergtour: Zu traumhaft, zu viele wunderbare Impressionen, wieder eine Tour mehr über die ich berichten kann und ein weiteres Häkchen unter meiner ToDo-Liste für diese Region 😉

Schnell zusammengefasst: Eine Bergwanderung die für jeden (fitten und gesunden) Hund machbar ist, wobei ab und an geholfen werden sollte / könnte (die Kraft, den eigenen Hund etwa ein- bis zwei Meter auf eine Felskante zu heben wenn nötig, muss vorhanden sein). Weitere Details, Daten und Fakten in nachfolgenden Tabs …

Überblick und Tipps zur Tour auf den Katzenstein

Schwierigkeit / Kondition:

An und für sich ist die Tour für durchschnittlich geübte und trittsichere Bergwanderer und Hunde kein Problem – ab und an schadet eine gewisse Schwindelfreiheit nicht, jedoch ist die Tour gut gesichert – ein “Festhalten” ist an den kleinen Klettereien jederzeit gegeben. Natürlich ist wie immer in den Bergen Vorsicht geboten …

Infos für Hundebesitzer/innen und sonstige Bergfexn:

Bergtour auf den Eibenberg bei Ebensee - Traunsee-Almtal
  • keine gröberen Probleme Problem für Hunde / ab und an Hilfe benötigt
  • Leitern, Klettereien: Ja, können nicht umgangen werden
  • Zu dieser Jahreszeit in den ersten beiden Drittel ausreichend Wasser – im letzten Drittel keine Wasserstellen
  • Die Hütte am Laudachsee geschlossen. Ob Hunde erlaubt sind? keine Ahnung
  • Weidestellen am Weg: Nein
  • Trittsicherheit erforderlich, teilweise auch Schwindelfreiheit

Ausrüstung die bei keiner Bergtour fehlen sollte

Mehrtagestouren mit Hund

Für diese Tour packen wir unsere sieben Sachen in unseren “kleinen Rucksack”. Für gewöhnlich ausreichend, trotzdem sollten darin wichtige Dinge nicht fehlen. Neben …

  • ausreichend Wasser (mindestens 2 Liter)
  • Proviant für Mensch und Hund

eben auch andere Dinge die ich in einem eigenen Beitrag zusammen gestellt habe

Berg– & Wanderschuh Rapace GTX von Salewa

Stabil im felsigem Gelände, bequem & wasserdicht: Rapace GTX von Salewa

Ob dieses Versprechen hält? Der Rapace GTX Wanderschuh von Salewa*. Einen Schuh, den ich mir einfach mal geleistet hab. Und das auf keinen Fall bereue. Weil? Der Hintergrund? Die Antworten findet ihr im Testbericht, hier einmal das Wichtigste in aller Kürze.

Rapace GTX Bergschuh von Salewa im BERG-VAN:Test

Wenn ihr einen festen Bergschuh braucht um sicher in den Bergen unterwegs zu sein (auch bei einfachen Wanderungen, im Hochgebirge oder in Klettersteigen, Sommer wie Winter!), dann kann ich diesen Wanderschuh aus (natürlich) eigener Erfahrung mit bestem Gewissen empfehlen.

Dieser Wanderschuh drückt nicht – weder an der Ferse, noch sonst wo. Dank 2-Zonen Schnürung ist der Bergschuh auf jeden Fuß anpassbar. Bergfex:Innen wissen sowas (sehr) schnell zu schätzen! Und ja, der Schuh ist dank atmungsaktiven Gore-Tex® absolut wasserdicht. Wie gesagt: mehr dazu im Testbericht …

Ronja ein Gipfel-Leckerli spendieren

… und vielfach helfen! Deine Spende hilft Hundeliebhaber, Bergfex:innen und weitere soziale Projekte. Danke für deine Unterstützung!

About Author /

BERG-VAN:Christian. Ich bin mit meinem Hund (Ronja Räubertochter, Maltipoo) in den Bergen unterwegs um für das BERG-VAN:MAG Bergtouren mit Hund, Wanderwege mit Hund und hundefreundliche Unterkünfte zu testen. Weiters testen wir Ausrüstung für Hund und Bergfexin / Bergfex auf Tauglichkeit und Sicherheit in den Bergen.

Schreib deine Erfahrungen, Fragen, Tipps etc. hier ins Gipfelbuch und hilf damit anderen Bergfex:innen

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